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INFORMATIONEN ZUM PFLEGESYSTEM IN DEUTSCHLAND

INFORMATIONEN ZUM PFLEGESYSTEM IN DEUTSCHLAND

Hilfen für die Pflege zu Hause

Wenn Sie zu Hause gepflegt werden, haben Sie grundsätzlich das Recht auf verschiedene Leistungen. Wer pflegebedürftig ist und einen Pflegegrad hat, bekommt Pflegegeld oder Pflegesachleistungen.

Pflegegrade stellen den Umfang der Pflegebedürftigkeit dar und ermöglichen es Betroffenen, finanzielle Unterstützung für die Pflege zu beziehen. Sowohl körperlich wie auch geistig eingeschränkte Personen können gleichberechtigt die Leistungen der Pflegeversicherung nutzen.

Die Leistungen der Pflegeversicherung müssen Sie selbst beantragen. Hier stellen wir Ihnen kurz das Wichtigste rund um die Pflege zu Hause zusammen:

Das Pflegegeld

Das Pflegegeld erhalten Sie, wenn Sie sich von Angehörigen, Freunden, Nachbarn oder ehrenamtlichen Trägern versorgen lassen.

Pflegesachleistungen

Diese finanzielle Unterstützung können Sie alternativ zum Pflegegeld in Anspruch nehmen, denn hier wird Ihnen als Betroffene/r die Möglichkeit eingeräumt, im eigenen Haus von einem ambulanten Pflegedienst versorgt zu werden.

Pflegesachleistungen nennt man also die Hilfe von professionellen Pflegediensten.

Die Höhe der Leistungen hängt vom Pflegegrad ab. Welchen Pflegegrad man hat, stellt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) fest.

Pflegegeld pro Monat:

Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3  Pflegegrad 4 Pflegegrad 5
316 Euro   545 Euro 728 Euro 901 Euro

Für die Pflegesachleistung dürfen pro Monat höchstens folgende Beträge verbraucht werden:

Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3  Pflegegrad 4  Pflegegrad 5
689 Euro 1.298 Euro 1.612 Euro 1.995 Euro

Sie können Pflegesachleistungen und Pflegegeld auch kombinieren. Das bedeutet, dass einen Teil der Pflege Angehörige oder Freunde übernehmen können. Dafür bekommen Sie Pflegegeld. Den anderen Teil der Pflege übernimmt dann ein mobiler Pflegedienst. Dafür bekommt der Pflegedienst Geld von der Pflegekasse.

Entlastungsbetrag

Pflegebedürftige aller Pflegegrade, die im häuslichen Bereich gepflegt werden, können Angebote zur Unterstützung im Alltag wahrnehmen und bekommen hierfür einen Betrag von monatlich bis zu 125 Euro erstattet.

Dieser Entlastungsbetrag ist im Gegensatz, beispielsweise zum Pflegegeld, keine Pauschale, sondern ist zweckgebunden. Es ist daher im Detail nachzuweisen, wofür genau Kosten entstanden sind.

Der Entlastungsbetrag kann für besondere Angebote der allgemeinen Anleitung und Betreuung von zugelassenen Pflegediensten oder für sonstige regionale Angebote, die nach Landesrecht anerkannt sind, eingesetzt werden. Für anerkannte Haushalts- oder Serviceangebote, die bei der hauswirtschaftlichen Versorgung und Bewältigung sonstiger Alltagsanforderungen, kann der Entlastungsbetrag ebenfalls herangezogen werden.

Pflegehilfsmittel

Zu den Pflegehilfsmitteln gehören zum Beispiel Pflegebetten, Hausnotrufsysteme oder Pflegerollstühle, sowie Desinfektionsmittel oder Einmalhandschuhe.

Für solche Pflegehilfsmittel werden von den Pflegeversicherungen bis zu 40 Euro pro Monat erstattet. Anspruch besteht bereits ab Pflegegrad 1.

Ersatzpflege

Bei Verhinderung der eigentlichen Pflegeperson zum Beispiel infolge einer Erkrankung oder weil die Pflegeperson eine geplante kurze Auszeit nimmt, z.B. Urlaub, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege bis zu einem Höchstbetrag von 1.612 Euro und für die Dauer von bis zu sechs Wochen.

Voraussetzungen sind, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen bereits mindestens sechs Monate lang zu Hause gepflegt hat und dieser mindestens in den Pflegegrad zwei eingestuft wurde.

Das Pflegegeld wird während der Ersatzpflege zur Hälfte weitergezahlt. Wichtig ist, dass die Leistung im Vorfeld bei der Pflegekasse beantragt wird.

Darüber hinaus kann der Pflegebedürftige bis zu 50% des noch nicht ausgeschöpften Kurzzeitpflegeanspruchs (maximal 806 Euro) zusätzlich für die Ersatzpflege verwenden.

Kurzzeitpflege

Viele Pflegebedürftige sind für einen begrenzten Zeitraum auf stationäre Pflege angewiesen, um zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer Reha-Maßnahme die häusliche Pflege zu organisieren. Die Pflegeversicherung übernimmt Kosten in Höhe von bis zu 1.612 Euro und bis zu 56 Tage im Kalenderjahr.

Wenn der Pflegebedürftige den Anspruch auf Ersatzpflege noch nicht ausgeschöpft hat, kann er von diesem jährlich bis zu 1.612 Euro zusätzlich für die Kurzzeitpflege einsetzen.

Tages- oder Nachtpflege (teilstationäre Versorgung)

Tagespflege

Sind zum Beispiel die Angehörigen oder Freunde, die die pflegebedürftige Person ehrenamtlich pflegen, tagsüber voll berufstätig, kann die pflegebedürftige Person unter Umständen auch in einer Tagespflegeeinrichtung betreut werden. Viele Tagespflegeeinrichtungen holen dazu ihre Pflegebedürftigen morgens mit dem Auto oder einem Bus von zu Hause ab und bringen sie abends wieder zurück.

Nachtpflege

Eine Pflege über Nacht kann sinnvoll sein, wenn ein dementer Mensch zu versorgen ist, dessen Schlaf-wach-Rhythmus so gestört ist, dass er nachts nicht schläft. Nachtpflegeeinrichtungen entlasten alle Beteiligten: Die Pflegebedürftigen werden in der Nacht angemessen versorgt und die Angehörigen können wieder schlafen und bleiben fit für die Pflege am Tag.

Die Pflegeversicherung übernimmt die Leistungen der Tages- und Nachtpflege zusätzlich zum Pflegegeld oder der Pflegesachleistung. Die Leistungshöhe ist abhängig vom Pflege-grad – was es im Einzelnen gibt, zeigt die Leistungsübersicht.